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Schriftzug Soziales Hameln-Pyrmont
Paritätischer Hameln Landkreis Hameln-Pyrmont

Rundbrief 36: Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.

AHG_36_Rundbrief__5.5._2012_fest.doc

Rundbrief 34: Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.

AHG_34._Rundbrief_29._11.___2011.doc

Rundbrief 30 und 32: Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.

AHG_30._Rundbrief_6.3.2011.doc

AHG_32._Rundbrief_1._7.___2011.doc

Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V. Rundbriefe

 

Es folgen die letzten Rundbriefe der Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.

 

 

Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.

 

Vorstand: Dr. W. Wolf und Dr. M. Gogol                31785 Hameln, den 20.01.2011

Sekretariat: Frau R. Heller  Tel 05151/576113                Kaiserstr. 80

 

 

 

29. Rundbrief

 

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Sympathisanten!

 

In der Hoffnung, dass für alle das Jahr gut begonnen hat und mit guten Wünschen, dass es sich glücklich fortsetzen werde, hatte ich mich für einen neuen Rundbrief an den Schreibtisch gesetzt.

Da kommt just eine wichtige Meldung über das Internet herein, die den Text meines gerade begonnen Briefes verändert.


Die Krankheit Demenz im Alltag anschaulich, begreifbar, die sozial-medizinischen Konsequenzen verständlich zu machen und Schlussfolgerungen im privaten und kommunalpolitischen Bereich daraus abzuleiten, wird das ZDF eine "Fall-Dokumentation am 1. und 8.2.2011 ausstrahlen.

Frau Dr. M. Schindelka vom ZDF schreibt:

Die ZDF-Redaktion Zeitgeschehen hat eine zweiteilige Primetime-Dokumentation zum Thema Demenz realisiert, die am

1. und 8. Februar 2011, jeweils dienstags um 20.15 Uhr ausgestrahlt werden wird.

Titel: Reisen ins Vergessen - Leben mit Alzheiemer. Länge: jeweils 45 Minuten.

Über ein Jahr haben ZDF-Teams Menschen in den unterschiedlichen Stadien der Demenz und deren Angehörige begleitet. Die Geschichten erzählen von der Belastung, aber auch von der Liebe, Freundschaft und Verantwortung. Von Trauer und Verzweiflung, aber auch davon, wie aus Lebensangst Lebensmut und neu gewonnene Nähe entstehen.

Ergänzend zur Dokumentation wird es einen großen Online-Auftritt geben, der stark service-und informationsorientiert sein wird.

Dazu der Pressetext

Reise ins Vergessen - Leben mit Alzheimer

Von Uta Claus und Bodo Witzke; Kamera: Michele Parente und Hartmut Seifert; Redaktion: Ulrike Angermann; Leitung der Sendung: Heiner Gatzemeier

Im 1. Teil geht es um Freundschaft, Liebe und Verantwortungsgefühl - und das auch in schweren Zeiten. Etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland sind dement, sie haben die Krankheit des Vergessens und die Zahl der Erkrankten steigt. Die Betroffenen und ihre Angehörigen leisten oft Übermenschliches, um  mit der Krankheit so gut es geht fertig zu werden, um sich soviel Lebensfreude wie möglich zu erhalten. Dabei müssen sie mit Pflegestufen, Krankenkassenabrechungen und vielleicht mit der Suche nach Heimplätzen kämpfen, während doch schon die Krankheit ihre ganze Kraft braucht.

Trotz ihre Verbreitung ist Demenz noch mit einem Tabu versehen, noch immer wird die Leistung der pflegenden Angehörigen nicht so geschätzt, wie sie geschätzt werden sollte. Ohne ihren Einsatz würde das Pflegesystem in Deutschland zusammenbrechen. Der Film "Reise ins Vergessen - Leben mit Alzheimer"  erzählt die Geschichte von einigen Demenzkranken und ihren Angehörigen.

"Jeden Tag etwas Schönes", das ist das Motto von Sepp und Barbara Friedrich. Sie leben in der Nähe von München mit einem phantastischen Blick auf die Alpen. Alles könnte herrlich sein, wenn da nicht die Diagnose Alzheimer wäre und sich Sepp immer weniger erinnern würde. Immer wieder muss er Barbara fragen, was er gerade getan hat. Trotzdem ist ihr Verhältnis harmonischer geworden, sagen sie lachend, "die Fetzen fliegen nicht wie früher", sie leben bewusster zusammen. Aber die neue Verantwortung macht Barbara zu schaffen, auch wenn Sepp findet, dass er die Dinge noch ganz gut im Griff hat. Im Moment steht ein Ausflug vom Dorf in die Stadt an, nach München, und Sepp will etwas ganz alleine hinbekommen ...

Sohn Hartmann pflegt Vater Hartmann. "Wir beide sind ein Team", findet der Sohn. Vater hartmann lehnt das sofort energisch ab. Er ist immer erstmal gegen alles, auch wenn er gleich darauf herzhaft lacht. Den Sohn stört das inzwischen nicht mehr,  er kennt seinen Vater und dessen Krankheit. Vater Hartmann hat die "gnädige Schwelle" überschritten, den Moment, ab dem ein Demenzkranker vergisst, was er alles vergessen hat. Heute geht es zum Arzt, was Vater Hartmann mal wieder ablehnt, aber er hat nicht mit seinem Sohn gerechnet ...

Gabriele und Wilfried Briem. Vor 35 Jahren hat sie ihm bei der Hochzeit keine ewige Treue versprochen, schließlich war es für beide die zweite Ehe. Sie hatte aber versprochen, dass sie für ihn da sein wird, wenn es darauf ankommt. Jetzt ist es soweit. Ihr Mann hat eine besonders schwere Form der Demenz, eine die ihn aggressiv werden lässt. Auch wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist, will sie ihn bei sich behalten. Die 84-jährige Nachbarin hilft viermal am Tag, den 90 Kilogramm schweren Mann, der sich kaum mehr bewegen kann, ins Bett zu bringen oder aus dem Bett zu holen. Eine riesige Aufgabe für die beiden zarten Frauen. Garbiele freut sich über jede Regung ihres Mannes, selbst wenn er manchmal wegen seiner Krankheit flucht und haut ...

Helga und Dort sind Freundinnen, seit der Grundschule. Und die Freundschaft bleibt bestehen, auch wenn Dorit dabei ist, alles zu vergessen. Nur ihre Freundschaft zu Helga nicht. Die kümmert sich hingebungsvoll um ihre Freundin, aber ihr eigener Ehemann braucht auch Pflege. Helga sagt, es geht nicht mehr. Sie sucht einen Heimplatz für Dorit, aber kein Heim will Dorits kleinen Hund akzeptieren, den die Demenzkranke so sehr liebt. Doch Helga hat eine Idee, wie sie Helga und ihrem Hund helfen kann ...

Konrad Beyreuther hat Alzheimer erforscht. Er ist hochdekorierter Professor und Molekularbiologe. An der Universität Heidelberg hat Professor Beyreuther untersucht, wie die Ablagerungen in den Gehirnen von Alzheimerkranken entstehen. Diese Plaques sind die Ursache der Zerstörung von Nervenzellen im Gehirn und löschen so die Erinnerungen aus.

Die Mutter des Alzheimer-Forschers Beyreuther ist an Alzheimer gestorben - und er tut, was er kann, damit er keine Demenz bekommt. Vorsorge ist für ihn alles. Morgens im Bad fängt es mit dem Wippen auf einem Bein an und geht dann beim Frühstück weiter, denn auch da kann man vieles richtig machen ...

 

Diese Sendung sich anzusehen wird lohnend sein für unsere weiteren Diskussionen und den Planungen - etwa in Richtung zum Thema "demenzfreundliche Kommune".

Ankündigung: Die nächste Mitgliederversammlung wird am 23. 3. 2011 stattfinden. Dazu wird aber noch gesondert mit dem dann aktuellen Programm eingeladen.

Ihnen allen herzliche Grüße - mit einer noch scheuen, aber sehnsuchtsvollen Aussicht:

" ... und däut der Winter noch so sehr, es muss doch ..."

 

                                                   Ihr Dr. Wolf

                                       Im Namen des Vorstandes

 

Schriftführung: Frau U. Bäßler     Beisitzer: Frau M. Knitter, Herr F. Theilen, Herr M. Schneider

Bankverbindung: Alzheimer Gesellschaft: Stadtsparkasse Hameln, BLZ 25450001 Konto-Nr: 83691

 

 

 

 

 

Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont

 

 

Vorstand: Dr. W. Wolf und Dr. M. Gogol                   31785 Hameln, d. 20.12.2010

Sekretariat: Frau R. Heller Tel 05151 / 576113                  Kaiserstr. 80

 

 

 

28. Rundbrief

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Sympathisanten!

 

Nun sind wir so richtig drin - im nass-kalten November- Aber - wir erinnern doch noch die schöne Herbstzeit, die uns gedanklich zu Herrn von Ribbeck aus dem Havelland führte - zur "goldene Herbsteszeit". Wir können in Anlehnung an Friedrich Hebbel sagen: " dies war ein Herbst, wie ich keinen sah!"

Ein kurzer Rückblick auf die zurückliegenden Wochen, eine "Lese" aus diesem Herbst: was hat uns bewegt, was ist aus den Planungen geworden? Der Welt-Alzheimer-Tag, dessen Programm Sie im letzten Rundbrief gelesen haben, war, was die Referate zum Thema "In Gemeinschaft leben" angeht, aber auch von Seiten der zahlreichen Zuhörer ein schöner Erfolg. Der Reiz dieses Abends lag ja gerade darin, dass jede(r) Referent/in sehr authentisch berichten konnte und damit eine konzentrierte Faszination auslöste. "radio aktiv" hat diesen Abend begleitet.

 

Zwei Wochen später hatten die drei Schülerinnen der Elisabeth Selbert Schule und ihre Lehrerin erneut ihren Auftritt: während des Kongresses (7.-9. 10.2010) der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Braunschweig - auf der Bühne des so genannten Niedersachsen Fensters. Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht - thematisch mit leicht verändertem Programm, zugeschnitten auf die veränderte Situation.

Und dann ging es hinein in den großen Vortragssaal: auch hier hieß das Leitthema "Gemeinschaft leben". Dieses Rahmenthema machte es sehr konkret, was das in der Kommune, im Straßenverkehr, bei der Polizei, im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen, aber auch in der häuslichen Umgebung bedeuten kann. Die neue Herausforderung Demenz - war Projektion einer Betroffenen - und vieler Referate. Ein weiteres aktuelles Thema ist das Leben in Wohngemeinschaften - häufig unter Einschluss von Menschen mit Demenz. Zugespitzt - was bedeutet es, allein mit Demenz zu leben? - die Übergänge sind fießend. Die Kongressbesucher (über 850) nahmen aus den Hauptvorträgen, den Arbeitsgruppen und Seminaren viele Anregungen mit.

Die letzten Wochen haben den Vorstand mit Vorträgen zur Demenz in verschiedene Gruppen, Vereine und Gemeinden geführt. Spürbar wird, dass noch viel Informationsbedarf zu dieser Krankheit besteht; Kenntnisse, die Voraussetzung sind für den Umgang mit den Betroffenen. Verunsichernde Probleme gefährden das Zusammenleben der Familien.

Das ist auch in den Demenzsprechstunden (Tel: 05151-576113) immer wieder zu erleben.

Die Einrichtung von DemenzCafes hat im Rahmen der Aktion Demenz zur Entwicklung eines schönen Flyers - eines Wegbegleiters, geführt. Diese Broschüre beschreibt den möglichen Weg der Erkrankung, welche Hilfen den Menschen mit Demenz begleiten können -von Frühformen bis hin zur Pflege. Entlastung und Begleitung sollen hier mit konkreten Angeboten (inklusive Adressen) vermittelt werden. Im Augenblick sind acht Institutionen für diese Projekte initiativ - weitere sind willkommen. In der Anlage finden Sie den Flyer.

Sie kennen den spannenden Roman "Small World"? - von Martin Suter. Er beschreibt die Demenz-Erkrankung der Hauptfigur Konrad Lang, mit den typischen, zunehmenden Defiziten im Alltagsleben - diese in allen Stadien, mit seinen Beziehungskrisen und zu Schluss mit der Pointe eines Krimis. Dieses Buch, angefangen zu lesen, legt man nicht mehr aus der Hand. Und sprachlich gut ist es außerdem (ISBN 3-257-23088-5).

Zu diesem Buch hat Martin Suter nun auch das Drehbuch für den gleichnamigen Film geschrieben. Mitte Dezember ist Kinostart - zunächst in den Großstädten (z.B. Hannover), wir werden zum hiesigen Termin rechtzeitig Bescheid geben.

Die Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen produziert z.Zt. einen Film zum Thema "Umgang mit Menschen mit einer Demenz im Krankenhaus". Die Ausgangssituation ist bekannt: Werden Demenzkranke in eine Klinik eingeliefert, richtet sich der Blick des medizinischen Personals in der Regel auf die akute Erkrankung. Die Demenz, sofern sie überhaupt diagnostiziert wird, tritt häufig in den Hintergrund. Das hat für die Betroffenen häufig fatale Folgen. Krankenhausaufenthalte bedeuten auch für hirnphysiologisch gesunde Menschen eine große psychische Belastung. Erst recht für Menschen mit Demenz, die u.a. die Fähigkeit verloren haben, die Situation als vorübergehende Belastungssituation einzuordnen und sie damit zu bewältigen. Die neue, funktionale Umgebung ohne vertraute Personen erscheint ihnen fremd und löst Ängste aus. Nicht nur Ängste verstärken sich, auch Desorientierung, zielloses Umherirren auf den Gängen oder agressives Verhalten können entstehen bzw. zunehmen.

Aber nicht nur für altersverwirrte Menschen bedeutet der Krankenhausaufenthalt eine große Belastung. Auch das Krankenhauspersonal leidet unter den von Betroffenen nicht mehr steuerbaren psychischen und physischen Reaktionen. Die Gabe von Sedativa schafft manchmal zusätzliche Probleme. Oftmals erholt sich der Betroffene nicht mehr richtig, er kann nicht mehr nach Hause, und sein Weg führt nach den Krankenhausaufenthalt direkt ins Pflegeheim - Was ist zu verbessern?

Soweit der Vorspann zu den Dreharbeiten, wir sind gespannt auf den Film, der Anfang kommenden Jahres fertiggestellt sein wird.

 Mit diesen Inforamtionen und dem Eindruck des Übergangs vom Herbst zum Winter grüßen wir Sie herzlich. Wir wünschen Ihnen einen schönen und besinnlichen Advent.

 

Dr. Wolf

Im Namen des Vorstandes

 

 

Schriftführung: Frau U. Bäßler

Beisitzer: Frau M. Knitter, Herr F. Theilen, Herr M. Schneider

Bankverbindung: Alzheimer Gesellschaft: Stadtsparkasse Hameln, BLZ 25450001, Konto-Nr: 83691

 

 

 

 

Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.

 

 

 

Vorstand: Dr. W. Wolf und Dr. M. Gogol                       31785 Hameln, d. 9.9.2010

Sekretariat: Frau R. Heller Tel: 05151 / 576113                 Kaiserstr. 80

 

 

27. Rundbrief

 

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Sympathisanten!

 

Der Sommer nimmt Abschied und übergibt die Zeit mit viel Farbe und manchem frischen Wind in den Herbst. Der Herbst kennt das Licht und die Wärme des Sommers ebenso wie die Stürme und den ersten Frost des Winters. In diesem regelmäßigen Wechsel spiegeln sich Tradition (Biographie) und Gegenwart wieder.

Tradition allein ist nie genug, sie verlangt nach neuerlicher Aktualisierung. Die Gegenwart allein ist auch nicht genug, sie erhält ihre Tiefenschärfe erst aus der Tradition.

Unter diesem Blickwinkel gehört zum Verständnis des demenzkranken Menschen immer die Beschäftigung mit seiner Biographie - seiner Tradition. Wenn diese verstanden ist (Wissen um ...), lässt sich Gegenwart aktualisieren und Zukunft gestalten. Einleitende Gedanken - die uns auf den Welt-Alzheimer-Tag hin bewegen, der diesmal unter dem Leitwort steht: Gemeinschaft leben.

Gemeinschaft?: dazu gehören mindestens zwei Partner. Der eine, der noch die Führungsrolle (Begleiter-) übernehmen kann (Lebensalter, Befähigung) - der andere, der seine Abhängigkeit in dieser Gemeinschaft erleben muss (eingeschränkte Alltagskompetenz) oder gar völlig auf diese angewiesen ist (Pflege).

Der pflegende Angehörige - meist in der (erwachsenen) Kindergeneration - fragt sich heimlich immer mal wieder: "... komme ich bei klarem Verstand bis ins hohe Alter?" Natürlich - für ein gesundes Alter ist auch ein gesunder Geist von Bedeutung, der statistisch gesehen durch hohes Lebensalter offensichtlich gefährdet ist. Studien belegen, dass hohes Lebensalter der Hauptrisikofaktor für die Krankheit Demenz ist. In diesem Zusammenhang sagt Prof. H. Förstl, der Direktor der Klinik für Psychatrie und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar - München: "Wenn wir alle hundert Jahre würden, wären wir fast alle dement." Aber noch ist dies nicht die durchschnittliche Lebenserwartung. Und in vielen Fällen ist die Demenz nicht pures Schicksal, das der alternde Mensch tatenlos hinnehmen muss. "Das Gehirn ist ein Luxusorgan" - (Förstl) - "es profitiert von allen Prozessen im Körper - kann aber auch durch sie geschädigt werden". Behandelbare Syptome und Grunderkrankungen spielen bei der Enstehung der Demenz eine wichtige Rolle: Bluthochdruck, deutliches Übergewicht, erhöhte Fettwerte im Blut, Diabetes - und Schlaganfälle. "Eine konsequente Behandlung dieser Erkrankungen im mittleren und höherem Lebensalter, kann einer späteren Abnahme der geistigen Fähigkeiten vorbeugen". Durch ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität können Senioren selbst etwas für einen klaren Verstand tun. In diesem Zusammenhang sei auf die vielfältigen Programme der Krankenkassen, Sportvereine und Beratungsstellen verwiesen. Dies sind Perspektiven für den, der fragt: "kann es auch mich betreffen?"

Auf diese Frage haben vergangene Veranstaltungen Antwort zu geben versucht. Das forschende Bemühen ist groß, noch sind viele Fragen offen. Aber was da heute schon positiv beeinflussbar ist, sollte genutzt werden. Es geht darum, Jahre zu gewinnen - wie der Ernährungsspezialist Prof. Hauner formuliert.

Und der Mensch, der an der Krankheit Demenz leidet - der Demenzerkrankte selbst?

Ihn nicht ins Abseits von Krankheit zu verschieben sondern ihn mitzunehmen in die Mitte von Gemeinschaft, sei es in helfender ambulanter Begleitung (Alltagsbegleiter) als Ergänzung zum häuslichem Leben, sei es in fürsorglicher Pflege in den Einrichtungen.

 

Dieser kurze Rundbrief will noch einmal auf das Programm zum Welt-Alzheimer-Tag hinweisen: Gemeinschaft leben meint, den Erkrankten nicht allein zu lassen.

Die Flyer sind verteilt, Plakate aufgehängt: Herzlich ist diese Ermunterung - zu kommen.

 

 

Welt-Alzheimer-Tag 2010

 

am Mittwoch, den 22.09.2010

 

19.00 Uhr

 

im Gemeindehaus der St. Augustinus-Gemeinde, Lohstr. 8

 

 

Programm

 

Leitmotiv der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zum diesjährigen Jahreskongress:

 

Gemeinschaft leben

 

Begrüßung: Dr. M. Gogol

  • Gespräche in der Demenzsprechstunde und Selbsthilfegruppe

Dr. W. Wolf, F. Theilen

  • Umgang mit unterschiedlichen Realitäten des dementiell Erkrankten

Frau M. Knitter

 

Pause

 

  • Demenzkranke müssen sich nicht verstecken

Tagespflege: Frau d. Rottmann-Heuer

 

  • Ein Behandlungskonzept - das DemenzCafe

Herr R. Schmidt

 

  • "Gemeinschaft leben" - Umgang mit Demenz

Kurzreferat: Schüler der Elisabeth Selbert- Schule berichten

 

  • Diskussion: Gespräche mit den Referenten

Gesprächsführung Dr. M. Gogol

 

 

In diesem Sinne sollen Demenzkranke die Erfahrung machen, dass sie ihr Leben mit Empathie gehen können, und den Begleitern möge die Freiheit ins Herz geschrieben sein, sich für diese Menschlichkeit zu entscheiden.

Zurück zur Jahreszeit "Herbst": auch die Stürme wollen wir nicht scheuen, sondern mit Lust auf Bürgersinn, Engagement und Verantwortung darauf zugehen.

 

                                 Mit freundlichen Grüßen

                                            Dr. Wolf

                               Im Namen des Vorstandes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.

 

 
Vorstand: Dr. W. Wolf und Dr. M. Gogol                  31785 Hameln, den 03.7.2010

Sekretariat. Frau R. Heller Tel 05151 / 57 61 13                 Kaiserstraße 80

 

 

 

 

 

26. Rundbrief


 

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Sympathisanten!

 

Da las ich doch vor einigen Tagen eine ganz sinnige Beschreibung der Demenz:

In der Demenz ist der Reifungsprozess des Alterns gestört, das Altern läuft geradezu umgekehrt. Nicht die Freuden an den eigenen Lebensfrüchten, das sich Weiten und Verschmelzen mit der Wärme und Klarheit des Alters, vielleicht gepaart mit Dankbarkeit für das erfahrene Leben, sind dann bestimmend. Sondern vielmehr eine tendenzielle Rückwärtsentwicklung mit der Folge, "unreif" wieder in den Schoß der Mutter zurückzukehren. Der Demenzkranke "verjüngt" sich, nur leider nicht in der dem Alter entsprechenden Weise. Im Verlauf der Erkrankung verkümmern die Fähigkeiten des Betroffenen immer weiter, er wird praktisch jünger bis im Stadium die pflegerische Versorgung in vielen Punkten an die eines Säuglings erinnert. Demente Menschen müssen gefüttert werden, sie sind inkontinent und tragen Windeln. Kommt es zum Anlegen einer Magensonde, erinnert dies geradezu bildhaft an die Bindung zur Mutter durch die Nabelschnur. (J. Wilkens, Natur u. Medizin 02/2010)

 

Diese umschreibende Definition des Krankheitsbildes einzupassen in das Alltagsleben, hat der Vorstand des Deutschen Alzheimer Kongresses "Gemeinschaft leben" auch zum Leitthema des Alzheimer Tages unseres Landkreises gemacht; und dazu - in einem Vorwort - folgendes Programm erstellt.

 

Vorwort

Gemeinschaft leben - unter diesem Motto führt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft den diesjährigen Jahreskongress durch.Wir haben dieses Leitthema übernommen: es drückt ein ganz wesentliches Ziel gemeinschaftlichen Lebens aus. Jeder braucht sie - die Gemeinschaft; allein lebt sich's schlecht und Vereinsamung ist krankheitsfördernd!

Die Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V. steht da in einer natürlichen Beziehung zum Umfeld: Schauen wir in das neue Programm des Hamelner Theaters: Alter, Jugend, Generationen - "so lautet der rote Faden, der sich durch das vor uns liegende Theaterjahr 2010/2011 zieht" - so schreibt Dorothee Starke, Direktorin des Theaters. Ein umfangreiches Programm setzt uns in dieses Spannungsfeld - schauen Sie bitte unbedingt in das vorzügliche Programmheft. Denn "Alt sind nur die anderen?" (E. Niejahr) - das stimmt nicht, wie die eigene Erfahrung lehrt.

Am 3. Juni gab der damalige Ministerpräsident - jetziger Bundespräsident - Ch. Wulff dem Landkreis Hameln-Pyrmont anlässlich seines 125 jährigen Gründungstages die Ehre. Alle Zuhörer waren gespannt, als er in seiner Ansprache formulierte: "Ich denke, man kann die Menschen zusammenführen, etwas für den Erhalt unserer Gesellschaft tun, Mut machen, auch Optimismus in schwierigen Zeiten machen."

Bedarf es mehr? In diesem Sinne wollen wir den Welt-Alzheimer-Tag begehen. Wir laden Sie mit diesem Programm herzlich ein: Gemeinschaft leben - eine breite Öffentlichkeit begleitet uns.

 

 

Welt-Alzheimer-Tag 2010

 

am Mittwoch, den 22. 09.2010 

 19.00 Uhr

 im Gemeindehaus der St. Augustinus-Gemeinde, Lohstr. 8, Hameln

 

 

Programm

Leitmotiv der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zum diesjährigen Jahreskongress:

                                        Gemeinschaft leben

 

Begrüßung: Dr. M. Gogol

 

1.       Gespräche in der Demenzsprechstunde u. Selbsthilfegruppe

          Dr. W. Wolf, F. Theilen

2.       Umgang mit unterschiedlichen Realitäten des dementiell Erkrankten

          Frau M. Knitter

          Pause

3.       Demenzkranke müssen sich nicht verstecken

          Tagespflege: Frau D. Rottmann-Heuer

4.       Behandlungskonzept - das DemenzCafe

          Herr R. Schmidt

5.      "Gemeinschaft leben" - Umgang mit Demenz

          Kurzreferat: Schüler der Elisabeth Selbert-Schule berichten

Diskussion: Gespräche mit den Referenten

          Gesprächsführung Dr. M. Gogol

 

Der Beitrag der Elisabeth-Selbert-Schule kommt nicht von ungefähr. Wir haben uns an einer Unterrichtseinheit zum Thema Demenz beteiligt. Es war ein außerordentlich lebendiger, interaktiver Unterricht, ergänzt durch Beiträge von pflegenden Angehörigen.

Auch andere Schulen hatten uns gebeten, zum Thema Demenz und Randgebiete zu sprechen. Wissbegierig waren die Schüler/Innen, auch erstaunlich wie viele doch noch in einem Haus mit drei Generationen wohnten. Diese Arbeit wird fortgesetzt.

 

Zum Schluss noch mal der Hinweis auf den Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vom 7. - 9. Oktober d.j. in Braunschweig (geographisch so nahe wird der Kongress in den nächsten Jahren nicht wieder liegen). Einigen Aussendungen liegt der einladende Flyer bei.

 

Und nun - " Sommer ist ins Land gekommen ..." Mit diesem Lied wünschen wir Ihnen erholsame Tage!

(zur Erinnerung: pflegende Angehörige können mit dem an Demenz erkrankten Menschen gemeinsam Urlaub machen - in darauf spezialisierten Einrichtungen: z.B. Boltenhagen an der Ostsee)

 

                                        Mit freundlichen Grüßen

                                                     Dr. Wolf

                                       im Namen des Vorstandes

 

 

Schriftführung: Frau U. Bäßler
Beisitzer: Frau M. Knitter, Herr M. Schneider
Bankverbindung: Alzheimer Gesellschaft. Stadtsparkasse Hameln, BLZ 25450001 Konto-Nr: 8369

 

 

 

 

 

 

 

Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.

 

 

Vorstand: Dr. W. Wolf und Dr. M. Gogol               31785 Hameln, den 09.12. 2009

Sekretariat: Frau R. Heller Tel 05151 / 576113             Kaiserstr. 80

 

 

24. Rundbrief

 

 

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde und Symathisanten!

 

Den Brief mit einem jahreszeitlichen Lied-Gedanken einleiten? Jeder hat da sicher sein Lieblingslied - häufig aus der Kindheit bekannt, und immer noch gern gesungen. Da zitiert der eine das Leid "Wir sagen Euch an den lieben Advent" ...(aus dem Jahre 1954), ein anderer das innige Lied von Jochen Klepper "Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern ..." (aus dem Jahre 1938) - und all die anderen Lieder - z.B. aus den Jahren, in denen Paul Gerhardt (1607 - 1676) lebte. Und schnell sind wir bei jenen Melodien, die wir aus dem Bach' Weihnachts-Oratorium kennen.

In diese Zeit hinein wollen wir Ihnen herzliche Grüße senden und Ihnen wünschen, dass Sie den Freiraum finden, Zeit besinnlich zu erleben. Die vielfältigen Verführungen auf lauten Weihnachtsmärkten und schriller Reklame sind eher nicht geeignet, Lebensfundamente aufzubessern.

Der Blick zurück auf die letzten drei Monate lässt vielfältige Veranstaltungen zum Thema unserer Gesellschaft erkennen:

Im September der Welt-Alzheimer-Tag mit dem Thema "Wenn Demente Schmerzen haben": Referenten und Zuhörer haben eine sehr interessante Veranstaltung erlebt; lebendig in der Diskussion, Austausch von Erfahrungen, die Anregung für weitere Entwicklung des Netzwerkes waren - und sind.

Mehrere Diskusssionsbeiträge sprachen die pallitive Situation in fortgeschrittenen Stadien der Demenz an. Herr Kollege M. Schneider konnte auf Planungen hinweisen, die nun konkretisiert sind. In der Vorstandssitzung der AHG während dieser Woche berichtete Herr Kollege Schneider von weiteren Entwicklungen: Das Netzwerk der palliatimedizinisch ausgebildeten Ärzte hat in der Süntelstr. 35 ein Kontaktbüro eingerichtet (E-Mail: palliativhameln(at)web.de), seit dem 1.12.09 ist eine Hotline (05151-822 3868) freigeschaltet. Tagsüber wird eine der qualifizierten Koordinatorinnen, die am Stützpunkt angestellt sind, erreicht, die ihrerseits die erforderlichen Schritte in die Wege leitet (Frage nach palliativmedizinische Bedüftigkeit, Beratung, Kontakt mit Hausarzt, Palliativarzt, Pflegedienst, Seelsorge, Apotheke etc. ). Außerhalb der Sprechzeiten wird die Hotline-Nummer vom Telefon des Stützpunktes im monatlichen Wechsel in die Hospize Bad Münder und Bad Pyrmont weitergeschaltet. Insgesamt steht damit zur Vorsondierung der Fragen während 24 Std. qualifiziertes Personal zur Verfügung. Nach Art des Inhaltes der Anfrage werden entsprechende Hilfsstellen informiert, von wo aus Kontakt zum Fragesteller aufgenommen wird. Ganz wichtig: Der jeweilige Hausarzt soll nicht ersetzt oder übergangen werden! Er bleibt so gut wie immer der primäre Ansprechpartner des Patienten. Weitere Mitteilungen werden in der Mitgliederversammlung gemacht.

Der diesjährige Seniorentag der Stadt Hameln zum Thema Demenz im WeserberglandZentrum war gut besucht - auch von Schulklassen, die so ganz anderes das Bild dieser Veranstaltung bestimmten: Jugend - wissbegierig, aufgeschlossen. Erinnerlich ist, dass die Deutsche Alzheimer Gesellschaft einen Wettbewerb für Jugendliche durchgeführt hat: "Alzheimer & You" (eine Wiederholung mit Unterstützung aus dem Familienministerium ist in Vorbereitung). Voll besetzt waren die Vortragsräume zu den einzelnen Referaten.

In diesem Zusammenhang sei noch mal Frau Meyer vom Seniorenservicebüro der Stadt Hameln gedankt, die die organisatorischen und thematischen "Fäden gespannt" hat, besonders auch den beiden Bürgermeisterinnen, Frau U. Wehrmann und Frau I. Loth, die diese Veranstaltung so engagiert eröffnet haben.

Das Kulturbüro der Stadt Hameln hatte eigens im Rahmen dieser Veranstaltung zu einer Autorenlesung eingeladen: "Wo bist Du? Demenz - Abschied zu Lebzeiten" (Julia Engelbrecht-Schnür und Britta Nagel, Verlag Hoffmann und Campe, 2009)

Wichtig sind uns die regelmäßigen Angebote:

Die Demenzsprechstunde, die inzwischen nicht selten von Angehörigen aus der Ferne über Internet angesteuert wird. Terminvereinbarung sonst über 05151 - 5761 13 (Frau Heller). Verständnis für den Demenzkranken durch Kenntnis der Krankheit verändert positiv das Zusammenleben. Sich auszutauschen über Probleme aus dem Alltagsleben, zu erfahren, dass diese in anderen Partnerschaften (Familien) durchaus ähnlich sind, Lösungen mit anderen besprechen zu können - dafür sind die Selbsthilfegruppen im vertrauten Raum häufig eine große Hilfe. (SH-Gruppe bei den Paritäten (05151 - 5761 13) oder in Bad Pyrmont (Tel.: 05281 - 4705).

Einige Pflegesituationen haben spezielle Abteilungen für Demenzkranke eingerichtet. Im Kreise dieses Fachpersonals haben sich dort Gesprächskreise entwickelt. Die Angebote zur Hilfe werden immer zahlreicher - und dass ist gut so.

Nach unserer Satzung läuft das Geschäftsjahr bis zum 31.12.eines jeden Jahres. Um das auch mit der Steuererklärung dem Finanzamt darstellen zu können, berichten wir über das volle Jahr auf unserer

 

Mitgliederversammlung

Dienstag, den 9. Februar 2010

im Tönebön Kulturzentrum am Klüth

um 18.30 Uhr

- wie gehabt.

Dazu laden wir Sie sehr herzlich ein. (Gewählt wird in diesem Jahr nicht - nur alle 2 Jahre nach unserer Satzung erforderlich)

Programm:

Bericht des Vorstandes über Aktivitäten der AlzG Hameln-Pyrmont e.V. im Jahr 2009

Bericht des Kassenwartes, Wahl der Kassenprüfer

Kassenprüfung

Antrag auf Entlastung des Vorstandes

Vortrag: Neues aus der Demenzforschung (Dr. M. Gogol)

 

Seien Sie also herzlich willkommen, damit wir unsere Gesellschaft recht vertreten können.

 Der Vorstand wünscht Ihnen eine frohe, gesegnete Weihnachtszeit und dann einen gesunden Übergang ins neue Jahrzehnt.

 

Dr. Wolf

im Namen des Vorstandes

 

 

Schriftführung: Frau U. Bäßlerbeisitzer: Frau M. Knitter, Herr F. Theilen, Herr M. Schneider

 

 

 

Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V.

 

 

22. Rundbrief

 

 

Der letzte Brief begann mit Gedanken zur adventlich-winterlichen Zeit; und so ganz mag der Wetterbericht bis zum heutigen Tage dieses Schreibens winterliche Verhältnisse noch nicht ausschließen.

Aber - es muss doch Frühling werden!! "Das Gefühl zu leben" - wie der Lyriker Detlev Block (Pyrmont) seinen neuen Gedichtband betitelt hat - tritt

wieder stärker in das Licht - in unser Lebensgefühl, verleiht Hoffnung und Zuversicht auch dort, wo die Tage aufgabengefüllt sich im gleichen Rythmus wiederholen.

Das wird in der Demenzsprechstunde (Anmeldung unter Tel: 05151 / 57 61 13) immer wieder deutlich, wie erschöpfend dann die pflegende Zuwendung der Angehörigen an den Demenzkranken sein kann. Zitat: Zwei Drittel der Kranken werden im häuslichen Umfeld betreut. Dahinter stehen 700.000 pflegende Angehörige, die sich um sie kümmern. Und in 70 Prozent der Fälle pflegen Frauen ihre Angehörige. Diese Zahlen beziehen sich auf die Bundesrepublik.

Und in unserem Landkreis? - Die Verhältniszahlen - bezogen auf die Bewohnerzahl - dürften sehr ähnlich sein. Hier entlastende Angebote zu machen, haben sich verschiedene Institutionen zur Aufgabe gemacht: da sind die Alltagsbegleiter, die - meist kirchlichen - Besuchsdienste, die Nachbarschaftshilfen, die KompetenzZentren der Altenhilfe u.s.w.

Die Alzheimergesellschaft ist an einem Projekt besonders beteiligt: an der schon gelegentlich erwähnten "AusZeit". Dazu hat Frau Rottmann-Heuer gerade den lesenswerten Bericht für das Jahr 2008 geschrieben. Er ist der Leistungs-Nachweis an das Ministerium über das, was das "niedrigschwellige Angebot" zu leisten vermag. Und das ist erstaunlich!!

Und darum sei der Bericht hier auszugsweise wiedergegeben:

 

 

 

Sachbericht 2008

      Niedrigschwelliges  Betreuungsangebot "AusZeit"

 

 

Darstellung der Maßnahme

Im April 2006 gründeteten die Paritätischen Dienste Hameln im Rahmen des niedrigschwelligen Betreuungsangebotes einen Helferinnenkreis zur stundenweisen Entlastung von pflegenden Angehörigen. Das Angebot findet in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont e.V. und der LEB-Weserbergland e.V. statt.

Das niedrigschwellige Betreuungsangebot wird  "AusZeit" genannt, um Pflegenden zu signalisieren, dass sie sich eine Auszeit nehmen können und die Helferinnen Zeit haben und Zeit mitbringen.

Die Betreuung erfolgt in Einzelbetreuung durch die Helferin in der eigenen Häuslichkeit der Pflegebedürftigen. Vor dem Einsatz der Helferin finden in der Regel zwei Beratungsgespräche statt. Die Angehörigen melden sich oft telefonisch und möchten Informationen zum niedrigschwelligen Betreuungsangebot. Die angesprochenen Fachkräfte (Paritäten oder LEB) dokumentieren das Beratungsgespräch und überlegen, welche Helferin für den Einsatz geeignet ist. Wenn die Angehörigen dann das niedrigschwellige Angebot in Anspruch nehmen möchten, findet ein zweites Beratungsgespräch durch Frau Fischer (Leiterin der ambulanten Pflege) oder Frau Rottmann-Heuer (LEB) und der Helferin im Haushalt des Pflegebedürftigen statt.

Es wird eine Dokumentationsmappe angelegt, die im Haushalt des Pflegebedürftigen bleibt. Diese Mappe enthält 3 Seiten (ein Sammelblatt, ein Berichtsblatt und ein Abrechnungsblatt).

Die Helferinnen

Inzwischen bilden 15 Helferinnen den Helferkreis "AusZeit".

Anzahl der Einsätze

Von Januar bis Dezember 2008 leisteten die Helferinnen 534 Einsätze (2006 waren es 88, 2007 waren es 242 Einsätze).

In jedem Monat kamen zwischen sieben (Januar und März) und zehn (Juli, August, Oktober) Helferinnen zum Einsatz.

Kosten und Finanzierung

Die Nutzer zahlen einen Eigenbetrag von 8,00 Euro pro Stunde, die Helferin erhält eine Aufwandentschädigung von 6,00 Euro pro Stunde.

Fortbildung, Begleitung, Erfahrungsaustausch

Die Helferinnen treffen sich einmal pro Monat (Februar - Juni und September - Dezember) zur Fortbildung bzw. Erfahrungsaustausch. Neben dem allgemeinen Erfahrungsaustausch wurden folgende Themen durch externe Referenten behandelt: z.B.

  • Integrative Validation
  • Kommunikation und Gesprächsführung und Arbeit an Fallbeispielen (2 Termine),
  • u.v.m.

Annahme und Akzeptanz durch die Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen

Die Resonanz ist bisher ausgesprochen positiv.

Fazit

Die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit erfolgt mittels Flyer und auf zahlreichen Veranstaltungen, z.B. Selbsthilfetag der Kontaktstelle für Selbsthilfe, Beratungssprechstunden der Alzheimer Gesellschaft Hameln-Pyrmont, Selbsthilfegruppen für Angehörige von Demenzerkrankten und bei den Beratungsgesprächen nach §37,3 SGB XI.

Soweit der Bericht von Frau Rottmann-Heuer, die nunmehr eine neue Aufgabe in Holzminden übernommen hat, uns aber verbunden bleibt. Ihre Nachfolgerin im Büro der LEB ist Frau Anja Franke, die wir inzwischen mit einem Willkommen begrüßt haben.

Diese Dienste stehen in einem Kontext mit anderen Kontaktstellen: z.B.

Beraterkreis Demenz: wöchentliches Angebot für pflegende Angehörige; Anmeldung über Frau Heller, Tel 05151 / 576113

Selbsthilfegruppen in Hameln (Herr Brag: Tel: 05151 / 576113),

            in Pyrmont (Herr Theilen: Tel:05281 / 4705):

                                Treffen von Angehörigen zum Erfahrungsaustausch

AusZeit: Vertretung von pflegeneden Angehörigen durch ausgebildete ehrenamtliche Helfer, Tel: 05151 / 576119

Verwiesen sei auch auf die Beratungsbüros in der Stadt.

Soweit für heute; mit diesen Zeilen wollen wir Ihnen herzliche Grüße zum nahenden Frühling senden.

 

In förderlicher Verbundenheit

    Dr. W. Wolf

    im Namen des Vorstandes

 

Schriftführung: Frau U. Bäßler    Beisitzer: Frau M. Knitter, Herr F. Theilen, Herr M. Schneider

Bankverbindung: Alzheimer Gesellschaft: Stadtsparkasse Hameln, BLZ 25450001, Konto-Nr: 83691